Das Reiseland Türkei bietet alle begehrten Zutaten, die für einen perfekten Urlaub notwendig sind: einmalige Naturwunder, kristallklares Wasser, feine Sandstrände, jahrtausendealte Kultur, antike Ausgrabungsstätten, Nachtleben, köstliches abwechslungsreiches Essen, pulsierende Städte und vielfältige Angebote für Aktivurlauber. Was für eine Reise gerade jetzt spricht: Die türkische Lira ist seit Jahresbeginn um rund 40 Prozent eingebrochen. Für einen Euro bekommt man aktuell sieben Lira. Für Sie als Urlauber bedeutet das: Sie bekommen für Ihre Lira ganz einfach mehr Urlaub! Eine ideale Möglichkeit also, das faszinierende Land zwischen Tradition und Moderne, zwischen europäischer und asiatischer Kultur zu einem sensationellen Preis zu erleben. Wir zeigen, welche Highlights Sie auf keinen Fall verpassen sollten. Euro / Türkische Lira (EUR/TRY) 6,5087 TRY +0,0550 (+0,85%) Außerbörslich 1 Tag 6 Monate Zu den Kursdaten

Die Märchenlandschaft Kappadokiens entdecken /dem10 Kappadokien gehört zu den berühmtesten Landschaften der Türkei – und definitiv auch zu den schönsten

Eines der einmaligen Naturwunder finden Sie in Kappadokien. Diese traumhaft schöne Märchenlandschaft im Hochland von Zentralanatolien trägt seit 1985 den Titel UNESCO-Weltkulturerbe. Die bezaubernde Region ist vor allem für seine rund 40 bisher entdeckten, bis zu 3500 Jahre alten Höhlenstädte bekannt. Entstanden ist die beinahe schon unwirkliche Gegend vor etwa 20 Millionen Jahren durch gewaltige Ausbrüche der Vulkane Erciyes Dagi und Hasan Dagi. Zum Schutz gegen Feinde bauten die Bewohner in den weichen porösen Tuffstein bis zu 100 Meter tief gelegene Behausungen. Im Laufe der Zeit entstanden komplette Städte mit Klöstern und Kirchen, die unter anderem einst auch verfolgten Christen Zuflucht boten.

Zu den bekanntesten Stadtanlagen zählt Özkonak, bequem mit dem Dolmus (Bus) von Avanos zu erreichen. In den 19 bisher freigelegten unterirdischen Stockwerken lebten einst bis zu 30.000 Einwohner. Ein Besuch der circa 2500 Quadratmeter großen unterirdischen Stadt Derinkuyu lohnt auch wegen der 25 mal 10 Meter großen Kirche im siebten Stockwerk. Die Besichtigung von Kaymakli, rund 20 Kilometer von Nevsehir entfernt, ist wegen ihrer sehr verwinkelt angelegten Gänge und Wege, verteilt auf fünf Stockwerke, spannend. Günstige Flugpreise finden (Anzeige) Buchen Sie jetzt Ihren nächsten Flug mit Opodo

Ausflug mit dem Heißluftballon

Der herrliche Göreme Nationalpark (etwa 12 Kilometer von Nevsehir) lässt sich am besten bei einer Wanderung entdecken. Vorbei an den berühmten hohen Feenkaminen, Höhlenkirchen und individuellen skurrilen Felsformationen können Sie Höhlen besuchen, in denen noch bis in den 1960er Jahre Menschen lebten. Als Übernachtungsmöglichkeit empfiehlt sich – stilgerecht – eines der sogenannten Caves-Hotels. Wie das luxuriöse Luxus-Hotel „Sultan Cave Suites“ in Göreme. Sicherlich realisierbar – der günstigen Lira sei Dank!

Mehr Infos unter www.sultancavesuites.com, Übernachtung ab 85 Euro dpa Einmal mit dem Heißluftballon über die Landschaft Kappadokiens schweben – für viele ein Traum fürs Leben

Eine völlig andere, ebenso beeindruckende Perspektive auf die zauberhafte Landschaft Kappadokiens bietet sich von einem Heißluftballon aus. Gestartet wird kurz vor Sonnenaufgang. Mehr als 100 farbenfrohe Ballons steigen dann majestätisch in den Himmel. In etwa 1000 Meter Höhe erlebt man den wahrscheinlich schönsten Sonnenaufgang der Welt. Die Ballone erreichen eine Höhe bis zu 2000 Meter – ein unvergesslicher Aus- und Weitblick. Nach rund einer Stunde ist der beeindruckende märchenhafte Höhenflug leider vorbei.

Mehr Infos und Touren etwa unter www.anatolianballoons.com, Flug ab 175 Euro pro PersonMit dem mondänen Segelboot zur „weißen Stadt“ oder zur Insel Kos

Gerade jetzt in der herbstlichen Nebensaison ist Bodrum, auf der gleichnamigen Halbinsel an der ägäischen Küste gelegen, wegen angenehmer Temperaturen, etwa 20 Grad Celsius, und seltenen Regentage eine klare Empfehlung. Von hier aus starten die meisten der sogenannten Blauen Fahrten. Bei diesem Segeltörn – meist mit Kapitän – erkundet man die traumhaft schöne Küste von einem quasi „schwimmenden Hotel“ aus. Dieser traditionelle Motorsegler, „Gulet“ genannt, besteht meist aus Holz und verfügt über eine große Decksfläche zum Faulenzen. /iStockphoto/bodrumsurf Bodrum gilt vielen als das türkische Saint-Tropez

Bodrum wird wegen seiner schmucken weiß-getünchten zweistöckigen Häuser auch „weiße Stadt“ genannt. Der Ort vergleicht sich gerne wegen seiner schicken Yachten und edlen legendären Nachtlokalen mit dem französischen Saint-Tropez. Partyhungrige finden – vor allem im Hochsommer – beispielsweise an der Cumhurriyet Caddesi zahlreiche Tanz- und Feiertempel. Wer bevorzugt tagsüber aktiv ist, nutzt das hervorragende Angebot an zahlreichen Wassersportmöglichkeiten. Dank angenehmer Meerestemperaturen ist das bis in den Oktober hinein möglich. Hier den Reise-Newsletter abonnieren

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Auch eine Besichtigung des imposanten Wahrzeichens Bodrums, das bestens erhaltene Hafenkastells St. Peter (Bodrum Kalesi), 1402 bis 1437 von den Kreuzrittern des Johanniterordens erbaut, ist sehr zu empfehlen. Ebenso ein Tagesausflug mit der Fähre zur rund 25 Kilometer entfernten griechischen Insel Kos. Oder wie wäre es mit einem Konzert im antiken Amphitheater der Stadt? Wer gerne Fisch isst, lässt sich im Bodrumer „Dukkan“, einem kleinen, gemütlich eingerichteten Restaurant in der Çarşı mah. Adliye sok. No.5 verwöhnen.

Eines der gesellschaftlichen Highlights ist außerdem die renommierte Segelregatta „Bodrum Cup“ im Oktober, die jedes Jahr traumhaft schöne Segelyachten anlockt. Surfer finden ihr Paradies etwa in der Bucht von Yalikavak oder von Turgutreis. Wer jedoch einfach nur baden und chillen möchte, besucht die Bucht von Akyarlar im Süden der Halbinsel oder den westlich anschließenden Dünensandstrand Feneri Plaji.

Türkeiurlaub fernab vom Massentourismus – für schmales Geld

Erholsamen Badeurlaub für Ruhesuchende bietet auch Kas, ein entzückendes Hafenstädtchen zwischen Fethiye und Kemer nahe der Südspitze Lykiens. Der antike Name Antiphellos (Augenbraue) beschreibt treffend die herrliche Lage des Ortes, der sich postkartenreif an die Ausläufer hoher Berge schmiegt. Da der charmante einstige Fischerort erst Anfang der 1970er Jahre durch den Bau einer Straße auf dem Landweg erreicht werden konnte, hat er sich seinen eigenen mediterranen Charme bewahrt – inklusive malerischer Buchten mit türkisblauem Wasser und feinen Sandstränden, fernab von jeglichem Massentourismus.

Wie die rund 200 Meter vom Hafen entfernte kleine Bucht, die einen kleinen Kiesstrand und angelegte Badeplattformen bietet. Wer möchte, kann sich hier gegen geringe Gebühr Sonnenschirm und Liege ausleihen. Mein persönlicher Tipp ist die gegenüber liegende Liman Agazi-Badebucht mit drei Stränden – in der Nachsaison pure Idylle! Ein Fischerboot bringt Sie vom Hafen aus dorthin und holt Sie abends auch wieder ab. Bescheidene Gastronomie, Liegestuhl- und Sonnenschirmverleih sind ebenfalls vorhanden. /iStockphoto/alice in otherland Die Buchten von Kas sind deutlich weniger überlaufen wie die Küsten von Side oder Belek

Abends empfiehlt sich ein relaxter Bummel durch die zauberhaften schmalen Gassen der Altstadt, vorbei an den ehemals griechischen, unter Denkmalschutz stehenden Häusern mit ihren markanten Erkern und Holzbalkonen. Wenn Sie allerdings laute Mega-Diskotheken suchen, sind Sie hier falsch. Dafür treffen Sie auf kleine Bars, nette Restaurants mit Blick auf den Hafen, hübsche Geschäfte und Cafés, die auch von Einheimischen gerne besucht werden. Ebenso wie der erlebenswerte Wochenmarkt, der jeden Freitag von 9 Uhr bis circa 18 Uhr im Zentrum stattfindet. Handeln ist da übrigens erwünscht – und aufgrund des derzeitigen Lira-Kurses besonders günstig!

Mit der Fähre zur "Insel der Entschleunigung"

Traumhaft schöne Ausblicke auf die idyllische Lage von Kas und die circa drei Kilometer entfernte, 12 Quadratmeter große griechische Insel Kastellorizon (Megisti), bieten sich von dem antiken Theater aus, rund 10 Gehminuten vom Hafen entfernt. Zwischen Kas und Kastellorizon, der Insel der Entschleunigung, verkehren regelmäßig Fährboote – ein lohnenswerter Tagesausflug, bei dem man als kulinarische Abwechslung gute griechische Küche genießen kann.

Ein weiteres antikes Highlight finden Sie am Hafen in Kas: der rund 4 Meter hohe lykische Sarkophag, der aus dem 4. Jahrhundert vor Christus stammt. Die gut erhaltenen lykischen Felsgräber im Osten des Städtchens werden während der Saison ab eintretender Dämmerung geschmackvoll beleuchtet und sind ebenfalls einen Besuch wert. Wer noch mehr Geschichte und Kultur erleben möchte, nimmt am Ortseingang einen Bus zum Beispiel nach Xanthos, Myra, Fethiye oder Antalya. /iStockphoto/Travel_Nerd Der Lykische Weg führt von Fethiye nach Antalya, vor allem entlang der Küste und bietet deshalb viele spektakuläre Ausblicke aufs Mittelmeer

Gerade im Herbst, wenn die Temperaturen etwas kühler sind, bietet sich außerdem eine Wanderung auf dem rund 510 Kilometer langen Lykischen Wegs (Likya Yolu) an. Der 1999 eröffnete, erste Fernwanderweg der Türkei führt meistens entlang uralter Esels- und Kamelkarawanenpfaden oberhalb der Küste – traumhafte Ausblicke sind da garantiert.

Vorbei an zahlreichen antiken Zeitzeugen wie Felsengräbern oder Amphitheatern, idyllisch gelegenen Bergdörfern und ungezähmter wundervoller Natur. Der von der "Sunday Times" als einen der zehn schönsten Wanderwege der Welt gekürte Trekkingpfad (rot-weiße Markierung) kann in rund 25 Tagesetappen bewältigt werden, die natürlich – je nach Zeit und Kondition – auch einzeln als Tageswanderungen schön sind. Egal, für welche Streckenvariante Sie sich entscheiden – Startpunkt ist das verschlafene Mini-Dorf Ovacik am knapp 2000 Meter hohen Berg Babadag gelegen.

Übernachtet wird unterwegs in einfachen Pensionen, Bauernhäusern und Hütten. Ausreichend Trinkwasser und GPS-Gerät bzw. Kompass nicht vergessen! Wer im Wanderurlaub etwas mehr Komfort bevorzugt, bucht die Wanderung bei speziellen Reiseveranstaltern.

Mehr Infos und Touren etwa unter www.cultureroutesinturkey.com, www.welt-weit-wandern.de oder unter www.trekkinginturkey.com. Außerdem empfehlenswert: der Wanderführer „The Lycian Way“ (englisch, mit detaillierter Übersichtskarte) von Kate Clow, der Initiatorin des Weges. Der Verkaufserlös kommt der Instandhaltung des Wanderweges zu Gute.Im FOCUS Online/Wochit Weil Pilot die Landebahn verpasste: Passagierflugzeug landet versehentlich in Lagune Türkei-Reisen Lira-Krise Türkei-Urlaub